Die Lukasbrücke wird ein Denkmal

11. März 2016

Die Lukasbrücke wird unter Denkmalschutz gestellt. Dies hat Bürgermeister André Dora bei der Jahreshauptversammlung des Plattdeutschen Heimatvereins am 9. März 2016 im Grochtmann-Museum angekündigt. Dort wurde die Neuigkeit mit Beifall aufgenommen. Mit dem Heimatverein freut sich auch die CDU, denn: Heimatfreunde und die CDU hatten sich für eine Unterschutzstellung eingesetzt.

Die CDU-Fraktion hat erstmals in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 4. Juli 2012 auf die Schutzwürdigkeit der Brücke hingewiesen. Um diesem Wunsch Nachdruck zu verleihen, hat die CDU am 4. September 2012 einen schriftlichen Antrag dazu gestellt. Hier der volle Wortlaut:

„Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die Verwaltung möge sich dafür einsetzen, dass die Lukasbrücke nicht, wie im Zuge der Verbreiterung des Rhein-Herne-Kanals vorgesehen, verschrottet wird, sondern erhalten bleibt.

Begründung: Die Lukasbrücke wurde ursprünglich als Panzerbrücke gebaut, um der Wehrmacht den Übergang über Flüsse in Russland zu ermöglichen. Zum Ende des Krieges 1945 sprengte die Wehrmacht die damalige Lukasbrücke, um den alliierten Truppen ein Nachrücken zu erschweren. Nach einer Notbrücke und einer Behelfsbrücke wurde 1949 die Panzerbrücke für den Verkehr freigegeben, nachdem sie zuvor durch Heraustrennen des Mittelteils auf Kanalbreite verkürzt worden war.

Die Lukasbrücke ist nicht nur ein Teil der Dattelner Lokalhistorie, sondern auch ein beredtes Belegstück für den Wahn des Krieges. Sie sollte als eigentümliches technisches Bauwerk, als Denk- und Mahnmal erhalten bleiben. Im Zusammenhang mit dem Schleusenpark und den Kanälen ist sie ein besuchenswertes und lehrreiches Objekt, das es verdient, der Nachwelt erhalten zu bleiben, möglichst im örtlichen Kontext, zur Not auch an anderem geeigneten Ort.“